Sonntag, 23. Juli 2017

Lucy Moregan alias Lucia Moine


Hallo und Herzlich Willkommen Lucia =) Danke das du dich meinem kleinen Verhör unterziehst.

Zu Lucias Seite

Bitte stell dich uns kurz vor: 

Hallo Denise! Ich bin Autorin und promovierte Archäologin, außerdem ein großer Schottlandfan, deshalb kommt das Land oft in meinen Urban- / Ruralfantasy-Romanen vor, die ich unter dem Pseudonym ‚Lucy Moregan‘ schreibe. Bisher habe ich 2 Jugendromane publiziert und momentan ist einer für eine etwas ältere Leserschaft in Arbeit. Neben diesen Romanen widme ich mich auch der Sammlung ‚wahrer Geistergeschichten‘, von denen ich unter dem Reihentitel ‚Reise ins Unbekannte‘ schon 3 Bände publiziert habe. Wenn ich nicht gerade schreibe, organisiere ich ‚geführte Geisterjagden‘ für Erwachsene an verschiedenen Spukorten –  bringt neues Material für meine Geschichten. 😉

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Ich hatte schon immer ein Faible für Geistergeschichten. Als kleines Mädchen lauschte ich heimlich den Erzählungen meiner Großtante, die von lebendig Begrabenen und Geistern berichtete. Und als Teenie liebte ich die John Sinclair- und Gaslichtheftchen. Schon in sehr jungen Jahren habe ich dann angefangen, mir selbst solche Geschichten auszudenken und sie anderen zu erzählen. Dann begann ich, diese aufzuschreiben. Als Teenager habe ich dann vor allem lustige kleine Geschichten zur Unterhaltung meiner Freundinnen verfasst. Geschichten ausgedacht habe ich mir also schon immer. 

Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und wie ist es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches gekommen?

Den Wunsch, eine von meinen Geschichten zu veröffentlichen, hegte ich schon lange. Durch meine geführten Geisterjagden bekam ich immer wieder unheimliche Erlebnisse von Gästen erzählt. Irgendwann kam dann die Idee, diese in einem Sachbuch zu veröffentlichen. Abgesehen von meiner Dissertation, war das mein erstes veröffentlichtes Buch. Es folgten dann noch zwei weitere Bände und auch zwei Romane unter Pseudonym Lucy Moregan, in denen ich mein Faible für Geister mit der Liebe zu Schottland vereine. 

Schreibst du Hauptberuflich?

Momentan leider nicht. Ich bin selbständig als Eventmanagerin tätig und organisiere geführte Geisterjagden für Erwachsene in angeblichen Spuklocations. www.spuknacht.de
Aber ab nächstem Jahr will ich mich mehr meinen Büchern widmen.

Beschreibe Dich und deinen Schreibstil mit nur 3 Wörtern

Grusel, Schottland, (schwarzer) Humor

Woran arbeitest du gerade?

Diesmal werde ich Schottland ein klein wenig untreu, denn ich arbeite an einem historisierenden Urban Fantasy Roman, der in London des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den 1920ern, Ägypten und (in einer Fortsetzung) Irland spielt. Es geht um einen entfesselten Dämon, den Kampf um die eigene Seele, um Liebe, Verlust, Verzweiflung und die Hoffnung auf ein neues Leben.
Übrigens suche ich auch nebenbei eine wahre Geistergeschichte, die als Vorbild für meinen übernächsten Roman dienen soll. Falls also jemand zufällig etwas in dieser Richtung erlebt hat, wäre ich dankbar, wenn Ihr mir schreibt. 😊

Was darf bei dir, wenn du schreibst nicht fehlen?

Ich brauche sehr viel Ruhe. Etwas, das man mit drei kleinen Kindern leider selten hat. *ach* Und ich darf nicht hungrig sein. Das lenkt mich auch ab. Ideal wäre also ein abgelegenes Hotel mit Zimmerservice. 😉

Wann kommen dir die meisten Ideen zum schreiben?

Das ist schwer zu sagen. Die Ideen können mich jederzeit anspringen. Aber oft kommen mir neue Buchideen im Urlaub, denn da kann ich mal abschalten. Und außerdem verbringe ich fast alle Urlaube auf meiner Lieblingsinsel. Das inspiriert auch.

Du bist ja als Indie-Autorin tätig, also ohne Verlag – wie kam es dazu? Hast Du Dich bewusst gegen die Arbeit mit den Verlagen entschieden?

Ich habe erst meine Geister-Sachbücher publiziert, die ja schon sehr speziell sind. Wahre, ungeschminkte Erlebnisse ohne Spannungsbogen und im O-Ton der Erzähler – damit findet man bestimmt keinen Verlag. Also hab ich mich dazu entschieden, mich als Selfpublisher zu versuchen. Bisher habe ich mich noch nicht ernsthaft an die Verlagssuche gemacht, aber wer weiß, was die Zukunft noch bringen wird?

Inwiefern hat sich Dein Leben verändert, seitdem du Autor/in bist?

Ich verbringe sehr viel mehr Zeit auf Facebook! *lach* Aber ich habe dadurch auch viele neue Leute kennengelernt und neue Einblicke erhalten.

Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Jeder Autor wünscht sich sicherlich, dass seine Bücher gelesen werden. Ich wünsche mir also gaaaaanz viele neue Leser, die Spaß an meinen Büchern haben und ich wünsche mir viel Zeit, um neue Bücher zu schreiben. 😊

Bist du ein Fan von Happy End’s oder darf es auch ruhig mal traurig Enden?

Ich muss gestehen, ich liebe happy ends. Bisher haben alle meine Romane eins. Aber wer weiß, was noch kommen wird? 

Wie ist dir die Idee „Einfach Zauberhaft“ gekommen?

Die Idee kam mir – oh Wunder – in Schottland. *lach* Dort war ich vor Jahren mal in einem winzigen Ort, nahe Aberdeen. Das Vorbild für mein „Witford“. Und in Aberdeen nahm ich an einer Geisterjagd teil. Da war der Keim dann schon vorhanden. Es dauerte aber noch eine Weile, bis ich es aufgeschrieben habe.

Warum hast Du Dich speziell für eine Hexe als Protagonistin entschieden? Was fasziniert Dich an ihnen?

Das erste Spukschloss, in dem ich meine geführten Geisterjagden anbot, hatte eine tragische Geschichte über eine Hexenverfolgung und eine geisterhafte weiße Frau zu bieten. Magie und Hexerei fand ich aber schon immer faszinierend. Ich selbst bin wohl auch jemand, der in früheren Zeiten schnell auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre, denn ich interessiere mich sehr für Heilkräuter, siede selbst Seifen, mache alle möglichen Kosmetika und Tinkturen. Außerdem sammle ich Orakelkarten, Ouijabretter und dergleichen. Ich glaube zwar nicht, dass es Magie in Wirklichkeit gibt, aber ich würde es mir wünschen. 😉

Wie lange hast Du an der Reihe geschrieben?

Pro Band habe ich zwischen einem dreiviertel Jahr und einem Jahr gebraucht. Ich kann ja leider nicht immer schreiben, wenn ich es gerade möchte.

Wird es noch weitere Bände geben?

Ganz sicher! Es ist ein dritter Teil in Planung. Ich wünschte, ich könnte gleich damit loslegen, will aber erst mein „Mr Digbys Wunderland“ beenden … Sonst müssen meine Leser noch länger auf was Neues warten.

Warum hast Du Dir „Schottland“ als Schauplatz ausgesucht? Hast Du dazu eine besondere Beziehung?

Seit meiner Kindheit liebe ich das Land. Zuerst habe ich es nur auf Fotos und in Filmen bewundert. Aber als ich 16 war, durfte ich das erste Mal hinreisen. Ich war sofort komplett fasziniert und bis über beide Ohren verliebt. Meine Schulkameraden habe ich jahrelang mit meinem Schottlandwahn irregemacht. *lach* Mittlerweile war ich schon sehr oft dort. Klar musste meine erste Reihe dort spielen. 😉

Wenn du die Idee zu einer neuen Geschichte hast, schreibst du dann einfach darauf los oder planst du die Charaktere und den Verlauf der Geschichte zuerst? 

Teils, teils. Bei meinem ersten Roman habe ich noch nicht allzu viel geplant. Allerdings habe ich mir schon gewisse Eckpunkte überlegt. Da es viele historische Szenen gibt, musste ich auch viel recherchieren. Soll ja Hand und Fuß haben. 😉
Mittlerweile plane ich viel mehr. Dennoch lasse ich meinen Figuren einfach mal freien Lauf. Müssen sich ja auch mal austoben dürfen. 

Gibt es ein lustiges Erlebnis, dass dir als Autorin besonders im Kopf geblieben ist?

Ich weiß ja nicht, ob andere das auch lustig finden würden … Mein Humor ist etwas verquer. Auf einer schottischen Insel besuchte ich mal einen alten Friedhof, auf den sich Kaninchen ihre Baue gegraben hatten. Dadurch gruben sie die Knochen der Bestatteten wieder aus, die da überall herausragten. Ich weiß auch nicht, das erinnerte mich sehr an Monty Python und ihr Killerkarnickel. Schwarzer Humor … So entstand die Idee für Band 2. 

Welche deiner Romanfiguren würdest du gerne persönlich kennenlernen?

Ethan! Wär ich ein paar Jahre jünger und nicht verheiratet … 😉 Und ich würde gerne mal mit der ganzen Truppe auf Geisterjagd gehen.

Welches Buch hat dir zuletzt besonders gut gefallen?

Ich schreibe nicht nur gerne Gruseliges, sondern lese es auch für mein Leben gern! Deshalb ist „The Haunting of Maddy Clare“ momentan mein Liebling!

Welches ist Deine persönliche „Sucht“?

Alles, was mit Grusel und Mystik zu tun hat (und Schoki). 😉

Hast Du ein Lebensmotto?:

Der Glaube versetzt Berge? *lach*
Und: Beharrlichkeit überwindet alles. (Irgendwann einmal – vielleicht.)

Möchtest Du Deinen und meinen Lesern noch etwas mitteilen?

Dankeschön für Euer Interesse und an Denise für das Interview! Einen besonderen Dank an meine treuen Leser! Ihr seid echt toll!

Nenne mir je ein Buch, welches dir zu folgenden Begriffen einfällt:

Wald
So finster, so kalt
Himmel
Der Himmel sind für mich alle guten Geisterbücher, die in Schottland spielen
Vergangenheit
Kearsley’s Mariana (Ich liebe es!)
Weltall
Per Anhalter durch die Galaxis
Lachen
Mark Twains sämtliche Reiseberichte (Mein liebster männlicher Autor!)

Buchvorstellung+Leseprobe

Kommentare:

  1. Wow! Ein super schönes Interview und eine sehr lustige und super natürliche Autorin!!
    Es las sich sehr flüssig und ich habe viel geschmunzelt! Danke dafür!!

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    1. Hallo Sandra :)

      Freut mich das es dir gefallen hat :) Ja da hast du Recht :-*

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